globalisierung
Der Prozess der Globalisierung in Deutschland
Der Prozess der Globalisierung in Deutschland drückt sich zunächst darin aus, dass weltweit Verbindungen zu Menschen bestehen, die vor der Erfindung von Handy, E-Mail und Internet nicht denkbar waren. Ein deutlicher Spiegel ist aber auch die Wirtschaft. Die internationalen wirtschaftlichen Verflechtungen zeigen sich darin, dass immer mehr deutsche Unternehmen mit Partnern im Ausland kooperieren bzw. ihre Geschäfte weltweit ausdehnen. Ob nun China, Australien, die USA oder Mexiko: Ursprüngliche Grenzen sind hinfällig geworden und bergen für den schnellsten, werbewirksamsten und besten Wettbewerber ungeahnte Chancen. Deutschland als klassisches Exportland mit Produkten auf hohem Niveau („made in Germany“) profitiert von dieser Entwicklung. Durch die neuen Medien ist aber beispielsweise Arbeit in Deutschland nicht einfacher geworden, im Gegenteil: Sie hat sich vielmehr verdichtet. Es muss immer mehr in immer kürzerer Zeit geleistet werden. Durch die allseitig verfügbaren Informationen wird auch mehr verlangt. Dies ist ebenfalls ein Effekt der Globalisierung und insbesondere Gewerkschaften kritisieren dies. Durch die offenen Grenzen und die Erweiterung der EU strömen außerdem mehr ausländische, vor allem osteuropäische Arbeitskräfte nach Deutschland, die eine Konkurrenz zu den Einheimischen bilden, weil sie für weniger Geld arbeiten. Lohndumping ist im Rahmen der Globalisierung daher ebenfalls ein Thema, wie an der Diskussion um die Mindestlöhne zu ersehen ist. Doch auch insgesamt hat sich die Werbewelt und das Bild auf den Straßen deutlich verändert: Verbraucher werden von einer Vielzahl von Anbietern mit Werbebotschaften regelrecht aggressiv bombardiert und ein Preisschlager jagt den nächsten. Die Konsumwelt ist damit unüberschaubar geworden, was nicht weniger Aufwand bedeutet, sondern die Notwendigkeit, sorgfältiger zu vergleichen.