Das Haushaltsbuch – Überblick über die Finanzen

Die Verschuldung privater Haushalte hat in den letzten Jahrzehnten immer weiter zugenommen. Viele Leute haben längst den Überblick über ihre Finanzlage verloren.

Priorität hat demnach Ordnung in die persönlichen Finanzen zu bringen-eine bewährte Hilfe dafür ist das Führen eines Haushaltsbuches.

Das Haushaltsbuch besteht hauptsächlich aus vier Kapiteln. Hierfür werden die Einnahmen und die festen Ausgaben aufgelistet, die monatlichen Ausgaben notiert und die Resultate in einer Jahresrechnung zusammengefasst. Um Ihre Finanzen allzeit überprüfen zu können, ist es zwingend notwendig, das Haushaltsbuch regelmäßig zu führen und die Ausgaben täglich einzutragen.

Ein Haushaltsbuch sollte den persönlichen Bedürfnissen entsprechen und einfach aufgebaut sein. Erhältlich ist dieses bei Verbraucherzentralen, Banken und Sparkassen. Es kann aber auch kostenlos im Internet heruntergeladen werden. Vergleichen lohnt sich auch hier.

Feste Einnahmen, wie das Nettoeinkommen aller Familienmitglieder, zusätzliche Beträge, wie Weihnachts- oder Urlaubsgeld, Steuerrückerstattungen, Kindergeld und Erziehungsgeld werden in die entsprechenden Spalten eingetragen. Danach werden die Einnahmen zusammengerechnet.

Feste Ausgaben, wie die Kosten für die Miete, den Strom, die Monatskarte für öffentliche Verkehrsmittel, Telefongebühren, laufende Kredite, das Taschengeld für die Kinder oder die Beiträge für die Kindertagesstätte, entstehen monatlich. Aber zu den laufenden Kosten zählen auch viertel-, halbjährliche und jährliche Ausgaben, wie die GEZ-Gebühren, Steuern, Versicherungen, für den Hausrat, das Auto, die Haftpflicht, sowie Beiträge für Vereine.

Mit Hilfe der Kontoauszüge ist diese Aufstellung präzise erstellt. Die Kosten werden in monatliche Summen umgerechnet, um entsprechende Rücklagen einzuplanen.

Die Differenz zwischen den festen Einnahmen und den festen Ausgaben ist das monatliche Budget.

Dann werden die Spalten den Ausgaben angepasst, die jeder Haushalt für gewöhnlich hat: Lebensmittel, Genussmittel, Kleidung, Körperpflege, Tanken, Anschaffungen, Sonstiges. Es ist immer ratsam, die größten Kostenfaktoren aufzulisten.

Die veränderlichen Ausgaben werden täglich notiert. Durch das regelmäßige Addieren aller Beträge hat man allzeit den Überblick, wie viel Geld bis zum Monatsende noch zur Verfügung steht.

Jeden Monat werden die festen und veränderlichen Ausgaben von den Einnahmen abgezogen. Bei einem Überschuss empfiehlt sich, die Ansparung von Rücklagen für schlechte Zeiten oder unerwartete Ausgaben. Reparaturen für das Auto, Kosten für die defekte Waschmaschine oder auch eine Steuerrückzahlung werden dann nicht mehr als überraschend empfunden und stellen kein finanzielles Problem dar.

Ist am Monatsabschluss jedoch ein Minus entstanden, ist es wichtig, die größten Ausgabenposten genauer durchzugehen. Hohe Ausgabenposten müssen überprüft werden. Das hat zur Folge, die eigene Lebensführung selbstkritisch zu reflektieren.

Es ist ratsam, ein wöchentliches Budget für Lebensmittel festzulegen, eine Liste zu machen, was es in der Woche täglich zu essen gibt, danach einen Einkaufszettel zu schreiben und nur nach diesem einzukaufen. Vor dem Einkauf sollten Sonderangebote verglichen werden und nur saisonales Obst und Gemüse gekauft werden. Das ist günstiger und auch gesünder. Auf den Wochenmärkten kann man preiswerte Lebensmittel aus der Region erwerben. Das hat außerdem den Vorteil, dass es frischer und oftmals schmackhafter ist.

Lebensmittelläden und Bäcker reduzieren viele Angebote meist vor Feierabend, sparsame Leute sollten diese Möglichkeit nutzen.

Secondhandläden, Online-Marktplätze und Flohmärkte sind eine Fundgrube für gut erhaltene Kleidung, Spielzeug oder Fahrräder. Warum gleich alles neu kaufen?

Haushalts-Tipps für den sparsamen Umgang mit Wasser und Strom erhält man bei den regionalen Energieversorgern. Beim Wohnen sollte bei der Lichtauswahl auf Energiesparlampen geachtet werden.

Auch Garten-Tipps müssen nicht teuer sein. Gartenmöbel erhält man oft um ein Vielfaches im Sommerschlussverkauf reduziert und auch bei Pflanzen für die Gartengestaltung sollte man auf Sonderangebote achten. Im Garten empfiehlt sich eine Regentonne, mit dem gewonnenen Wasser können die Pflanzen gegossen werden, ohne sich über die Wasserrechnung Gedanken machen zu müssen.

Behalten Sie den Überblick über Ihre Ausgaben-das Haushaltsbuch wird Ihnen dabei gute Dienste erweisen.

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Dienstag, Juli 6th, 2010 Geld, Zukunft

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